Die Betreuung eines Angehörigen ist eine große, emotionale Entscheidung. Auf dieser Seite finden Sie zuerst echte Antworten – was Live-in-Betreuung wirklich bedeutet, was sie ehrlich kostet und woran Sie ein seriöses Angebot von einem Lockangebot unterscheiden. Erst informieren, dann in Ruhe entscheiden.
Viele Anbieter locken mit Preisen, die zu schön klingen, um wahr zu sein. Später kommen versteckte Kosten dazu – oder die Betreuungskraft wird gar nicht legal bezahlt. Das geht am Ende zu Ihren Lasten und auf dem Rücken der Menschen, die sich um Ihren Angehörigen kümmern.
Mein Name ist Jens Flammiger. Ich vermittle Live-in-Betreuung – die Betreuung in häuslicher Gemeinschaft – in der Region Idar-Oberstein, Hunsrück, Nahe und Westpfalz – und ich sage Ihnen lieber ehrlich, was es kostet und worauf Sie achten müssen, als Ihnen etwas zu versprechen, das nicht haltbar ist. Diese Seite soll Ihnen genau dabei helfen, eine sichere Entscheidung zu treffen.
Eine Betreuungskraft lebt mit im Haushalt und ist da, wenn sie gebraucht wird – mit gesetzlich geregelten Arbeits- und Ruhezeiten. Fachlich nennt man das Live-in-Betreuung oder Betreuung in häuslicher Gemeinschaft.
Warum wir bewusst nicht „24-Stunden-Pflege" sagen: Der umgangssprachliche Begriff „24-Stunden-Betreuung" ist irreführend – niemand darf rechtlich 24 Stunden am Stück arbeiten (Arbeitszeitgesetz, bestätigt durch das Bundesarbeitsgericht 2021). Die Betreuungskraft ist rund um die Uhr anwesend, arbeitet aber zu geregelten Zeiten. Wir nennen es deshalb ehrlich beim Namen. Mehr dazu auf der Seite zu den rechtlichen Grundlagen.
Die Betreuungskraft wohnt mit – sie braucht ein eigenes, abschließbares Zimmer. Dafür ist immer jemand vertraut vor Ort.
Hilfe im Alltag: Körperpflege-Unterstützung, Ankleiden, Mahlzeiten, Haushalt, Begleitung, Gesellschaft und Sicherheit.
Medizinische Behandlungspflege (z. B. Spritzen, Wundversorgung) übernimmt weiterhin ein zugelassener Pflegedienst – nicht die Betreuungskraft.
Betreuungskräfte arbeiten in Einsätzen (oft 2–3 Monate) und wechseln sich ab. Eine seriöse Vermittlung organisiert die Vertretung zuverlässig.
Eine legale Live-in-Betreuung kostet 2026 in Deutschland realistisch zwischen rund 2.800 € und 3.800 € im Monat. Warum es nicht deutlich billiger geht, sehen Sie hier ganz transparent – Schritt für Schritt nachgerechnet.
Woraus sich der Preis zusammensetzt
| Lohn der Betreuungskraft – mind. gesetzlicher Mindestlohn (2026: 13,90 €/Std., auch Bereitschaftszeit ist zu vergüten) | |
| Sozialabgaben & Versicherung der Kraft (legal angemeldet, mit A1-Bescheinigung bei Entsendung) | |
| An- und Abreise der Betreuungskraft (Wechsel alle 2–3 Monate) | |
| Urlaubs- und Krankheitsvertretung | |
| Organisation, Ansprechpartner & Vermittlung | |
| Realistischer Monatspreis (seriös, alles legal) | ca. 2.800 – 3.800 € |
Hinweis: Ein eigenes Zimmer und die Verpflegung der Betreuungskraft stellt die Familie kostenlos bereit – das ist Voraussetzung der Live-in-Betreuung und kein Bestandteil des Monatspreises. Beispielhafte Größenordnung – der genaue Preis hängt von Pflegebedarf, Sprachkenntnissen und Qualifikation der Kraft ab. Wir rechnen Ihren konkreten Fall gern persönlich und unverbindlich durch.
Die einfache Gegenrechnung – damit Sie es selbst nachprüfen können
| Gesetzlicher Mindestlohn 2026 | 13,90 €/Std. |
| 40-Stunden-Woche (40 × 13,90 €) | 556 €/Woche |
| Pro Monat (556 € × 52 Wochen ÷ 12) | ≈ 2.407 €/Monat |
| Nur der Lohn der Betreuungskraft – ohne alles andere | ≈ 2.400 € |
Schon der reine Mindestlohn für eine 40-Stunden-Woche liegt bei rund 2.400 € – und das bevor Sozialabgaben, An- und Abreise und die Vertretung dazukommen. Deshalb ist ein seriöser Preis kaum unter ~2.800 € möglich. Wichtig: Die Betreuungskraft ist rund um die Uhr anwesend. Das Bundesarbeitsgericht hat 2021 entschieden, dass auch Bereitschaftszeit als Arbeitszeit zu vergüten ist – würde man das voll ansetzen, läge der Preis um ein Vielfaches höher.
Die einfache Logik: Allein der Mindestlohn für eine 40-Stunden-Woche sind rund 2.400 €. Wer Ihnen eine „24-Stunden-Rundum-Betreuung" für 1.800 € verspricht, kann die Betreuungskraft nicht legal für eine volle Woche bezahlen – von Anreise und Vertretung ganz zu schweigen.
Damit Sie nicht auf ein Lockangebot hereinfallen: Diese Warnsignale sollten Sie stutzig machen. Je mehr davon zutreffen, desto vorsichtiger sollten Sie sein.
Deutlich unter ca. 2.800 € „rundum sorglos" im Monat? Schon der reine Mindestlohn für eine 40-Stunden-Woche liegt bei ~2.400 €. Darunter wird die Kraft oft nicht legal bezahlt – oder es kommen später Zusatzkosten obendrauf.
Auf die Frage „Wie und wo ist die Betreuungskraft angemeldet und versichert?" gibt es nur ausweichende Antworten. Bei legaler Entsendung gehört eine A1-Bescheinigung dazu.
Anreise, Wochenend- und Feiertagszuschläge, „Sonderleistungen" – alles taucht erst nach Vertragsabschluss auf, nicht vorher in einer klaren Aufstellung.
Nur eine Hotline, ständig wechselnde Ansprechpartner, niemand, den Sie persönlich treffen können. Im Problemfall sind Sie allein.
„Nur heute", „schnell unterschreiben", hohe Vorkasse für mehrere Monate. Seriöse Anbieter geben Ihnen Zeit zum Überlegen.
Was passiert bei Urlaub oder Krankheit der Betreuungskraft? Wenn es darauf keine klare Antwort gibt, steht Ihr Angehöriger plötzlich ohne Hilfe da.
Ab Pflegegrad 3 ist die 1:1-Betreuung zu Hause in vielen Fällen günstiger als ein Heimplatz – bei deutlich mehr persönlicher Zuwendung. Ein Beispiel:
| Live-in-Betreuung zu Hause (Beispiel) | 3.500 € |
| abzüglich Pflegegeld bei Pflegegrad 4 | − 800 € |
| Ihr ungefährer Eigenanteil | ca. 2.700 € |
| Heimplatz – durchschnittlicher Eigenanteil | ≈ 3.000 € |
Beispielrechnung – die tatsächlichen Kosten und Zuschüsse hängen vom Einzelfall und Pflegegrad ab. Bei Pflegegrad 2 ist die Live-in-Betreuung in der Regel nicht über den Preis, sondern über den Wert sinnvoll: 1:1-Betreuung zu Hause statt geteilter Versorgung im Heim. Wir rechnen Ihre Situation gern individuell durch.
Viele Familien zahlen am Ende weniger, als sie denken – weil sie Zuschüsse nicht kennen. Ein kurzer Überblick (wir helfen Ihnen, alles auszuschöpfen):
Bei häuslicher Pflege zahlt die Pflegekasse je nach Pflegegrad ein monatliches Pflegegeld direkt aus.
Ein jährlicher Betrag, wenn die reguläre Pflegeperson vertreten werden muss – oft nutzbar für die Betreuung.
131 € monatlich – aber nur für anerkannte Dienste, die mit der Pflegekasse abrechnen, nicht für eine Live-in-Betreuungskraft. Wir erklären, was in Ihrem Fall möglich ist.
Welche Leistungen Sie konkret kombinieren können, hängt von Pflegegrad und Situation ab. In einem persönlichen Gespräch zeigen wir Ihnen ehrlich, was Ihnen zusteht.
Kein Verkaufsgespräch – ein ehrliches Beratungsgespräch. Sie entscheiden in Ruhe.
Sie melden sich – telefonisch, per WhatsApp oder Formular. Unverbindlich.
Wir klären Bedarf, Pflegegrad, Zuschüsse und echte Kosten – transparent.
Wir suchen eine Betreuungskraft, die zu Ihrer Situation passt.
Die Betreuung beginnt – und ich bleibe als Ansprechpartner an Ihrer Seite.
Die Fragen, die Angehörige uns am häufigsten stellen.
Hunsrück · Nahe · Westpfalz – wir kommen zu Ihnen nach Hause.
Ob akuter Notfall oder vorausschauende Planung – Sie bekommen eine ehrliche, kostenlose Einschätzung. Ohne Druck, ohne Verpflichtung.
📞 Telefon: 06781 5688078
📲 Mobil & WhatsApp: 01512 5352493
✉️ E-Mail: j.flammiger@prodomo-pflegehilfe.de
🖨 Fax: 06781 5688079
🕗 Erreichbar: Mo–Fr 8–20 Uhr · Sa 10–18 Uhr
Sie müssen nicht viel ausfüllen – Name und Telefon genügen. Den Rest besprechen wir in Ruhe am Telefon.